Letzte Änderung:
19. Februar 2020 15:35:26
© Deutsch-Chinesische Gesellschaft Bocholt e.V.

Berichte



Deutsch Chinesische Gesellschaft Bocholt e.V. mit neuem Vorstand und Veranstaltungsideen für 2020

 

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde routinemäßig ein neuer Vorstand gewählt. Präsident Ulrich Paßlick wurde ebenso im Amt für 2 weitere Jahre bestätigt, wie die Vizepräsidentin Hairong Zhao und Vizepräsident Stefan Schlier.

Schriftführerin Marlies Küpers-Quill und Schatzmeister Markus Klötgen wurden ebenfalls wiedergewählt

Die Gruppe der bisherigen und im Amt erneut bestätigten Beisitzer im Vorstand wird in den kommenden 2 Jahren durch Yong Mei Xu und Rudolf Weber erweitert.

 

Die Mitglieder bedanken sich für die in 2019 geleistete Arbeit und entlasteten den Vorstand einstimmig.

 

Zuvor blickte Präsident Paßlick auf ein erlebnisreiches Veranstaltungsjahr 2019 zurück. Ausstellungsbesuche in Münster und Düsseldorf standen ebenso auf dem Programm, wie das gemeinsame Kochen zum chinesischen Neujahrsfest, ein Konzert mit dem Deutsch-chinesischen Konzertpianisten-Ehepaar Florian Koltun und Xin Wang. Ein von der chinesischen Community gut besuchter Sommertag am Pröbstingsee und die erfolgreiche Teilnahme am internationalen Familienfest am 1.5.2019, auf dem die DCG mit einem eigenen, gut besuchten Stand vertreten war, rundeten die Aktivitäten ab. Schließlich besuchte eine Schulklasse der Wuxi Highschool Nr.1 im vergangenen Jahr das St. Georg-Gymnasium in Bocholt.

Ein Programm mit ähnlichen Schwerpunkten ist auch für 2020 konzipiert.

 

Stichworte wie HandelskriegHuawei und 5 G NetzausbauCoronavirus und China auf dem Weg zur Überwachungsdiktatur bestimmen derzeit die Schlagzeilen in der nationalen und internationalen Presse.

Ulrich Paßlick, Stefan Schlier und Hairong Zhao nutzen daher die Gelegenheit der Mitgliederversammlung, um über aktuelle Entwicklungen in China und insbesondere in Bocholts Partnerstadt Wuxi zu berichten. Gerade Wuxis Wirtschaft und Stadtentwicklung erleben derzeit eine konsequente Schärfung auf ein zukunftsfähiges Profil. Dabei richtet sich die Stadt fokussiert auf den Übergang in das digitale Zeitalter aus und sucht für diese Mammutaufgabe auch gezielt nach hochqualifizierten Fachkräften in Deutschland und Europa, wie jüngst noch auf einer Standortpräsentation in Düsseldorf, zu der auch die DCG eingeladen war.

 

Das Coronavirus z.B. zeigt selbst in Bocholt mittelbare Wirkung, da chinesische Mitglieder der DCG derzeit größere Menschenansammlungen unter Landsleuten eher meiden. Auf Rücksicht darauf wurde auch das geplante gemeinsame Kochen zum Neujahrsfest auf unbestimmte Zeit verschoben. Zumindest nach der Mitgliederversammlung durften die erschienen Gäste einen chinesischen Imbiss genießen und dabei die Gespräche fortsetzen.



 

Fotounterschrift:

DCG- Vortsand

v.l. Klaus Jung, Stefan Schlier, Ulrich Passlick, Marlies Küpers-Quill, Markus Klötgen, Hairon Zhao, Andreas Rasek, Yong Mei Xu, Rudolf Weber. Nicht auf dem Foto sind die Beisitzer: Petra Taubach, Udo Tekampe und Andreas Hüls.




Riesenandrang bei der Turner-Ausstellung am 10.1.2020 in Münster

 

Zwei Stunden Wartezeit um die Ausstellung „Turner: Horror and Delight“ zu sehen, umgingen die 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 10 Januar 2020 beim Besuch im LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster. In drei Führungen mit direktem Zugang zur Ausstellung besichtigten die Mitglieder und Freunde der Deutsch-Britischen, Deutsch-Chinesischen und Deutsch-Französischen Bocholt e.V. die 80 Gemälde und Aquarelle des bedeutendsten britischen Landschaftsmalers der Romantik, Joseph Mallord William Turners (1775–1851). Seinen Werken wurden 30 weitere Leihgaben internationaler Museen gegenübergestellt, zu denen u.a. Werke von Caspar Wolf und John Martin und Claude Joseph Vernet gehören.

In den Führungen ging es darum, vom Erstlingswerk Turners „Fischer auf See“ bis zu den unvollendeten Gemälden am Ende seines Lebens die Entwicklung der Landschaftsmalerei kennen zu lernen. Landschaften und Seestücke waren seine bevorzugten Themen, dem Licht und der Atmosphäre galt dabei sein besonderes Interesse. Turner hat mit seinen Gemälden die Landschaftsmalerei aus der Nische geholt und ihr international Anerkennung verschafft. Dabei war es zur damaligen Zeit egal, dass er seine Werke aufgrund von Geschichten schrieb und damit z. B. Perspektiven und Spiegelungen keinesfalls den realen Bedingungen entsprachen. Sämtliche seiner Bilder, die er nach verschiedenen Reisen in die Schweiz oder Italien fertigstellte, entstammten seinen unzähligen Skizzenbüchern. Seine Aquarelle, unter anderen aus der Lagunenstadt Venedig, waren ein Experimentierfeld seines Spätwerks.

Vor dem Obersten Gerichtshof Großbritanniens (The Court of Chancery) einigte man sich im Jahr 1856 darauf, dass alle Gemälde, Zeichnungen und Entwürfe, vollendet oder unvollendet von Turners Hand, an die Nation fallen würden. Viele seiner – oft unsignierten Werke – sind daher heute z. B. im Museum Tate Britain in London zu sehen.


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  Besuch der Turner-Ausstellung "Horror an delight"


Peace - Burial at Sea


  Joseph Mallord William Turner (1775–1851), Peace – Burial at Sea, ca. 1842, Öl auf Leinwand / oil on 

  canvas, © Tate: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856, © Photo: Tate, 2019